Rückblick und Berichte 2017/18


Musik verbindet

Bovenden

Die Teilnehmenden haben oft tolle Talente. Im Februar 2018  kam eine Gruppe ausländischer Studierender in der HVHS Mariaspring in den Genuss persischer Musik, vorgetragen von Ramin Saeedi Valashani. Er war Teilnehmer in den Qualifizierungsseminaren "Von der Universität in den Arbeitsmarkt", gefördert vom IQ Netzwerk Niedersachsen.


Von der Uni in den Beruf

Bovenden

Im September 2017 haben 18 junge Männer aus dem Iran, dem Jemen, Ägypten, Tadschikistan und Indien in der HVHS Mariaspring an der Qualifizierung „Von der Universität in den Beruf“ teilgenommen. Schwerpunkt der Woche war der Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt. Es gab viele Informationen und hilfreichen Tipps zu Bewerbungsverfahren und Beratungsstrukturen. Die Teilnehmenden konnten all ihre Fragen zu dem Thema stellen.  Es ging aber auch um Geschichte und Politik in Deutschland, um interkulturellen Kompetenzen und um Teambuilding. Dabei hat die HVHS Mariaspring viel Wert auf interaktive Methoden gelegt, um den Teilnehmenden einen konstruktiven Austausch untereinander zu ermöglichen und gleichzeitig ihre Sprachkenntnisse zu verbessern.

 

Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung“  des IQ-Netzwerkes zielt auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Migrationshintergrund ab. Das Programm wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert, sowie durch das Land Niedersachsen kofinanziert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA).  In Niedersachsen gibt es mehr als 40 Teilprojekte. Die Qualifizierung in der HVHS Mariaspring wird mehrfach angeboten.


Gegen Schubladendenken

Rastede

Wie künstlerisch mit „Schubladen-Denken“ umgegangen werden kann, haben 45 Teilnehmende, darunter mehr als 30 Geflüchtete, im Projekt „Fremdsein überwinden“ zuletzt Ende August 2017 im Ev. Bildungshaus in Rastede gezeigt. An bisher fünf Wochenende seit ekinem Jahr sind sie zusammengekommen, um sich mit der eigenen Biografie, den Lebenswegen und eigenen Talenten auseinanderzusetzen. Der Ursprung des Projektes war es, den Gedanken der Flüchtlinge als Bittsteller aus den Köpfen vertreiben zu wollen.


Bericht vom Leben im Irak

Bovenden

Rami, ein mutiger, junger Mann, hat im März 2017 in der HVHS Mariaspring auf beeindruckende Weise von seinem Leben im Irak, seiner Flucht nach Deutschland und seinem Leben hier berichtet. In einem Clip zeigt die HVHS Ausschnitte aus seinem Vortrag. Dieser war Teil des Bildungsurlaubes "Irak - Zwischen staatlichem Zerfall und Wiederaufbau" für Menschen, die haupt- oder ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit tätig sind. Sie wollten verstehen, aus welchem Kontext die irakischen Geflüchteten kommen, die sie betreuen. Einen Artikel zum Seminar gibt es darüber hinaus auch auf der Homepage der HVHS Mariaspring.

 


Migrantinnen stärken

Papenburg

Die Historisch-Ökologische Bildungsstätte Emsland hat eine „Mut-Mach-Aktion“ für Mütter mit Migrationshintergrund ins Leben gerufen. Geschichten von aktuellen und ehemaligen Teilnehmerinnenn werden auf Plakaten und Postkarten veröffentlicht.  „Es gibt ganz viele tolle Vorbilder, die zu Wort kommen sollten“, sagt Projektleiterin Julia Fübbeker. Ziel ist es, weitere Müttern mit Migrationshintergrund zu ermutigen, an demseit 2015 bestehenden Projekt "Migrantinnen stärken" teilzunehmen. Hier werden sie dabei unterstützt, ins Berufsleben einzusteigen und möglichst den im Heimatland erworbenen Abschluss in Deutschland zu nutzen.

Die gebürtige Bulgarin Elena Zaharieva startete als Teilnehmerin und ist nun seit gut einem Jahr als Mitarbeiterin beschäftigt. „Sie ist eine große Bereicherung“, betont Fübbeker. „Dass sie das alles selbst schon durchlebt hat, macht sie für die anderen Teilnehmer sehr authentisch.“


Gekommen, um zu bleiben

Loccum

Menschen aus Syrien, Afghanistan, dem Irak, Iran und anderen Ländern sind seit Februar 2017 Teil eines Projektes der HVHS Loccum, das ein Jahr umfasst und weit über einen Sprachkurs hinausgeht:  "Gekommen, um zu bleiben" will sie befähigen, in Deutschland zu arbeiten, Deutsche zu verstehen und auch noch zum Beispiel Mathe oder EDV zu lernen. Das HVHS-Team kümmert sich auch um Belange der Familien. Projektkoordinator ist Ralf Bürmann.


Die zurzeit 23 Teilnehmenden werden praktisch und theoretisch auf Praktika in Firmen vorbereitet und während der Praktika betreut. Ziel ist es, sie in Arbeit zu vermitteln und mit ihren Familien im ländlichen Raum zu integrieren. Sie sollen sich in und um Loccum herum zuhause fühlen.  Um das Fahrproblem auf dem Land zu lösen, hat die HVHS extra einen Bulli gekauft: Die Teilnehmenden werden an Sammelstellen abgeholt und kommen so in die HVHS Loccum.

 

Die NBank  finanziert das Projekt im Rahmen des Programms für Regionale Fachkräftebündnisse (hier: Leine-Weser). Neben der Kooperationspartnerin Deutsche Angestellten Akademie (DAA),  unterstützen das Projekt die Agentur für Arbeit, das Jobcenter, der Handwerker- und Gewerbeverein Loccum, das Ehrenamt vor Ort, der Landkreis Nienburg, die Kreishandwerkerschaft Diepholz/Nienburg, die Stadt Rehburg-Loccum, das Dorfhelferinnenwerk Niedersachsen e.V., die IHK Hannover.


Drei Deutschkurse erfolgreich abgeschlossen

Hannover

 Deutschkurs für Geflüchtete im Stephansstift ZEB
Lernen muss auch Spaß machen - wie hier im Deutschkurs für Geflüchtete im Stephansstift ZEB

Drei Deutschkurse unter der Federführung des Stephansstift ZEB für Geflüchtete sind Mitte Januar 2017  erfolgreich beendet worden. Seit Sommer 2016 lief im Oststadtkrankenhaus, eine der größten Sammelunterkünfte in Hannover, ein A1 Kurs. Drei- bis viermal wöchentlich wurde hier das Sprechen, Verstehen und vor allem das Deutsch-Lesen und –Schreiben geübt. Die Lehrer*innen übten intensiv und individuell mit den Teilnehmenden. Ums Lesen und Schreiben ging es auch im Alphabetisierungskurs in Linden-Süd. Dorthin kamen hauptsächlich Bewohner*innen der Unterkunft im nahegelegenen Siloah-Krankenhaus, um die Motorik der Hand, Buchstaben, aber natürlich auch Deutsch sprechen zu lernen.  Im A2-Kurs für Bewohner*innen einer Unterkunft im Stadtteil Kirchrode war das Niveau erwartungsgemäß höher, aber auch hier musste die Lehrerin mit Geduld und vielen Wiederholungen die schwierige deutsche Grammatik vermitteln. Die Teilnehmenden aller Kurse sind motiviert, bald weiter zu lernen, um in der neuen Sprache am Ball zu bleiben.