Hintergrundwissen zu Flucht und Asyl. Vorträge, Seminare, Workshops


Gut zu wissen: Mehrtägige HVHS-Seminare beinhalten in der Regel Unterkunft und Verpflegung im Bildungshaus.


Wir lieben den Tod - Was fasziniert am Dschihadismus?

Lingen

Was fasziniert junge Europäer*innen an dschihadistischer Gewalt? Danach fragt ein Akademieabend im Ludwig-Windthorst-Haus mit Prof. Dr. Jürgen Manemann, Direktor des Forschungsinstit. für Philosophie aus Hannover. Warum übt der Dschihadismus des „Islamischen Staates“ auf junge Menschen in der westlichen Welt eine so große Faszination aus? Wer den Ursachen für diese Anziehungskraft auf den Grund gehen will, muss den Blick auf die kulturellen Krisen westlicher Gesellschaften richten: auf Gefühle der Leere, der Sinn und Hoffnungslosigkeit. Der Dschihadismus präsentiert sich als Alternative. Wo müssen westliche Gesellschaften ansetzen, um Gegenkräfte zu entwickeln? Prof. Dr. Jürgen Manemann ist Autor des kürzlich erschienenen Buches "Der Dschihad und der Nihilismus des Westens".

 

Termin: 3. März 2017, 19.30 - 21.30 Uhr

 

Weitere Information und Anmeldung:

Ludwig-Windthorst-Haus, Katholisch-Soziale Akademie, Gerhard-Kues-Str. 16, 49808 Lingen (Ems)

Tel. 0591 6102-0, info@lwh.de

 


Damit Zusammen-Halt gelingt

Stapelfeld

Das Seminar in der Katholische Akademie Stapelfeld gibt Gelegenheit, uns fremde Traditionen, Religionen, Rituale kennen zu lernen. Die Teilnehmenden werden die Bedeutung für die Begegnung und das Zusammenleben im Alltag bedenken und verstehen lernen, um Formen eines respektvollen Miteinanders entwickeln zu können.

 

Termin: 15. bis 17. März 2017

 

Weitere Information und Anmeldung:
Katholische Akademie Stapelfeld, Stapelfelder Kirchstraße 13, 49661 Cloppenburg,
Barbara Ostendorf, Tel. 04471 / 188-1132,
bostendorf@ka-stapelfeld.de

 


›Bündnis für Arbeit‹ für geflüchtete Menschen.

Bad Bederkesa

In den vergangenen Jahrzehnten dauerte es rund 20 Jahre, bis prozentual genauso viele geflüchtete Menschen erwerbstätig wurden wie Einheimische. Das zeigen Zahlen der OECD. Was kann heute getan werden, um Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen und den Prozess der Integration zu forcieren? Wie können Geflüchtete bald möglichst in Ausbildung und Arbeit vermittelt werden? Wie Integration von Geflüchteten gelingt, entscheidet sich wesentlich vor Ort. Hierbei müssen alle Beteiligten in einer Kommune zusammenarbeiten und gemeinsam praxis-taugliche Angebote entwickeln.

 

Die Bertelsmann Stiftung verfügt über Expertinnen und Experten für kommunale Integrationsarbeit und unterstützt Kommunen, die Integration von Geflüchteten zu meistern. Im Vorfeld der Tagung im Ev. Bildungszentrum Bad Bederkesa werden mit den Akteuren vor Ort Handlungsbedarfe identifiziert. Mit Expertise der Bertelsmann Stiftung werden anschließend Praxisansätze, Handlungsempfehlungen und Transferpotentiale von ›good practice‹ diskutiert und auf die Bedingungen des Landkreises Cuxhaven bezogen.

In Kooperation mit der IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum, dem Landkreis Cuxhaven und der Stadt Geestland

 

Termin: 22. März 2017, 10.00 bis 16.00 Uhr

 

Weitere Information und Anmeldung:
 Ev. Bildungszentrum Bad Bederkesa, Alter Postweg 2, 27624 Geestland,
Tel. 04745 / 94950, E-Mail: info@ev-bildungszentrum.de

 


Ich will keinen Krieg! - Lesung mit Text und Bild

Lingen

Ausschnitt vom Cover des Buches
Ausschnitt vom Cover des Buches

Bei dem Akademieabend im Ludwig-Windthorst-Haus stellt Marie-Thérèse Schins in einer Lesung Texte und Bilder zur Flüchtlings- und Kriegsthematik aus ihren Schreib- und Malwerkstätten mit Kindern aus dem Libanon und Deutschland vor. Die Künstlerin und Schriftstellerin hat das Buch "Ich will keinen Krieg!" zusammengestellt und herausgegeben. Darin erzählt sie unter anderem die Geschichte des 9-jährigen Shady aus Damaskus, der mit seinen Eltern über Nacht die Heimat verlassen und fliehen muss. Sie gibt an diesem Abend auch einen Einblick in das Begleitbuch und zeigt Fotos, die sie vor dem Ausbruch des Kriegs in Damaskus, Beirut sowie in Baakline (Nähe Syrische Grenze) aufgenommen hat.

 

Termin: 29. März 2017, 19.30 Uhr

 

Weitere Information und Anmeldung:

Ludwig-Windthorst-Haus, Katholisch-Soziale Akademie, Gerhard-Kues-Str. 16, 49808 Lingen (Ems)

Tel. 0591 6102-0, info@lwh.de


Push- und Pull-Faktoren für Migration

Hermannsburg

"Die unfreiwillige Reise" ist Titel eines Seminars im Ev. Bildungszentrum Hermannsburg. Es fragt nach: Was treibt die Menschen aus ihren angestammten und bekannten Regionen? Und wohin geht die -oft unfreiwillige- Reise?

 

Weitere Information und Anmeldung:

Ev. Bildungszentrum Hermannsburg, Lutterweg 16, 29320 Hermannsburg,
Tel. 05052 / 9899-0, info@bildung-voller-leben.de

 


USA, Russland und der Krieg

Lingen

Ein Akademieabend im Ludwig-Windthorst-Haus mit Dr. Hans-Georg Ehrhart vom Institut für Friedensforschung und

Sicherheitspolitik, Hamburg. Die furchtbaren kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten, insbesondere in Syrien, sind für außenstehende Beobachter*innen undurchschaubar und erzeugen eher Furcht, dass daraus ein Flächenbrand entstehen könnte.

Dr. Hans-Georg Ehrhart gehört zur Leitung des renommierten Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität

Hamburg. An diesem Abend wird er der Frage nachgehen, wie sich die Kriegsführung von USA und Russland in den letzten zwei Jahrzehnten geändert hat und welche Auswirkungen das für die Sicherheitslage in Europa hat.

 

Termin: 26. April 2017, 19.30 - 21.30 Uhr

 

Weitere Information und Anmeldung:

Ludwig-Windthorst-Haus, Katholisch-Soziale Akademie, Gerhard-Kues-Str. 16, 49808 Lingen (Ems)

Tel. 0591 6102-0, info@lwh.de

 


›Nur ein Stück Tuch‹?! Frauen muslimischen Glaubens im interkulturellen Diskurs

Bad Bederkesa

Muslime gehören zu unserer Gesellschaft. Manche Frauen muslimischen Glaubens tragen ein Kopftuch – andere nicht. Es gilt, mit Frauen in den Dialog zu treten, wenn die Bedeutung des ›Tuchs‹ zum Thema wird. Gibt es theologische Hintergründe und Textstellen im Koran, die das Tragen eines Kopftuches verlangen? Und werden diese Koranaussagen dann automatisch zu einer religiösen Pflicht? Oder drückt sich über das Tragen des Kopftuchs eine kulturelle Verbundenheit und Identität aus, die der einzelnen Frau wichtig ist? Welche Konsequenzen haben Gesetze, die es Frauen verbieten oder zur Auflage machen, ein Kopftuch zu tragen?

 

Zu Gast im Ev. Bildungszentrum Bad Bederkesa ist Hamideh Mohagheghi, wissenschaftliche Mitarbeiterin für Islamische Theologie und Koranwissenschaften an der Universität Paderborn und Juristin. Sie antwortete in einem Interview mit DIE ZEIT: "Ich empfinde große Dankbarkeit, in einem säkularen Staat leben zu können. Man genießt religiöse Freiheit, und keiner kann von oben sagen, wie man richtig zu leben hat. (…) Und wir müssen eine neue Hermeneutik wagen, die eventuell einige klassische Verständnisse vom Koran infrage stellt".


Termin: 2. November 2017, 19.00 - 21.30 Uhr

 

Weitere Information und Anmeldung:
 Ev. Bildungszentrum Bad Bederkesa, Alter Postweg 2, 27624 Geestland,
Tel. 04745 / 94950, E-Mail: info@ev-bildungszentrum.de