Hintergrundwissen zu Flucht und Asyl. Vorträge, Seminare, Workshops


Gut zu wissen: Mehrtägige HVHS-Seminare beinhalten in der Regel Unterkunft und Verpflegung im Bildungshaus.


USA, Russland und der Krieg

Lingen

Ein Akademieabend im Ludwig-Windthorst-Haus mit Dr. Hans-Georg Ehrhart vom Institut für Friedensforschung und

Sicherheitspolitik, Hamburg. Die furchtbaren kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten, insbesondere in Syrien, sind für außenstehende Beobachter*innen undurchschaubar und erzeugen eher Furcht, dass daraus ein Flächenbrand entstehen könnte.

Dr. Hans-Georg Ehrhart gehört zur Leitung des renommierten Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität

Hamburg. An diesem Abend wird er der Frage nachgehen, wie sich die Kriegsführung von USA und Russland in den letzten zwei Jahrzehnten geändert hat und welche Auswirkungen das für die Sicherheitslage in Europa hat.

 

Termin: 26. April 2017, 19.30 - 21.30 Uhr

 

Weitere Information und Anmeldung:

Ludwig-Windthorst-Haus, Katholisch-Soziale Akademie, Gerhard-Kues-Str. 16, 49808 Lingen (Ems)

Tel. 0591 6102-0, info@lwh.de

 


Syrien - zwischen antikem Glanz und Bürgerkrieg

Mariaspring

Ein Großteil der nach Deutschland kommenden Geflüchteten stammt aus Syrien. Seit nunmehr fünf Jahren herrscht dort Bürgerkrieg, bei dem die Fronten nicht mehr nur aus Anhängern des Assad-Regimes auf der einen Seite, und Rebellen auf der anderen Seite bestehen. Viele weitere Akteure haben sich mittlerweile mit ganz eigenen Interessen eingemischt. Für die Menschen in Syrien bedeutet dies ein Leben in ständiger Angst vor Terror, Hunger und Bomben. Auch die Berichterstattung wird dominiert vom Kriegsgeschehen. Doch hat Syrien eine beeindruckende Geschichte, Kultur und eine jahrtausendalte Tradition, die gegenwärtig jedoch aus der Wahrnehmung verschwunden ist. Syrien ist ein hochentwickeltes Land, das insbesondere durch sein großes Erdölvorkommen reich geworden ist.

Dieses Seminar in der HVHS Mariaspring
möchte beide Aspekte beleuchten – das Syrien vor dem Bürgerkrieg und das Syrien im Krieg. Es soll neben den aktuellen politischen und militärischen Geschehnissen auch die Geschichte, Kultur und Traditionen des Landes beleuchten.


Das Seminar richtet sich an Haupt- und Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit und interessierte Bürgerinnen und Bürger.
Das Seminar kann als Bildungsurlaub anerkannt werden. Beamte können für diese Veranstaltung Sonderurlaub beantragen.

 

Termin: 8. bis 12. Mai 2017

 

Weitere Information:

HVHS Mariaspring, Rauschenwasser 78, 37120 Bovenden-Eddigehausen,
Tel. 05594 / 9506-0,
info@mariaspring.de

 


"Mix-it-up" :Learning together for intercultural understanding - Interkulturelles Lernen miteinander

Hannover

Intercultural communication and getting to know each other for Germans and Non-Germans - Interkulturelle Kommunikation und Kennenlernseminar im Stephansstift ZEB.

 

English: In German and English, with hands, feet or whatever it takes, this seminar of encounter will allow a getting to know and understanding of each other. The science for Intercultural Communication gives us models and examples, that increase the understanding of others, and ways to communicate more successfully. In practical exercises we train our awareness for our own and other cultures. The seminar is based on mutual respect, describing without evaluating and understanding that intercultural competence means, above all, to bear insecurity and differentness. By means of playful methods and on the basis of many examples, theoretical foundations are given in a situation-specific manner. In role games and with "critical incident" examples, as well as discussions, different communication styles, values and cultural dimensions are clarified. This seminar is open to everyone who is interested, Germans and Non-Germans.

This seminar is funded by the evangelic-lutheran church of Hannover and therefore free of charge for the participants.

 

Deutsch: Arbeitssprache ist Englisch und Deutsch, ebenso Hände und Füße. Offen für alle Interessierten, Deutsche und Nicht-Deutsche. Dieses kurze Kennenlern-Seminar  im Stephansstift ZEB. soll in heterogener Gruppenzusammensetzung die Selbstreflexion anregen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten verschiedener Kulturen aufzeigen, vor allem auch Unterschiede in der eigenen Kulturgruppe sichtbar machen. Grundsatz des Seminars ist der gegenseitige Respekt, zu beschreiben, ohne zu bewerten und zu verstehen, dass interkulturelle Kompetenz vor allem bedeutet, Unsicherheiten und Andersartigkeit auszuhalten. Mit spielerischen Methoden soll ein lockeres Kennenlernen und Beschnuppern möglich sein, immer im Rahmen des Themas "gemeinsames interkulturelles Lernen". Anhand vieler Beispiele werden theoretische Grundlagen situationsspezifisch vermittelt. In Rollenspielen und "critical incident"-Beispielen, sowie Diskussionen werden unterschiedliche Kommunikationsstile, Werte und Kulturdimensionen und Hofstedes Zwiebelmodell im Kontrast verdeutlicht.

 

Dieses Seminar wird von der evangelisch lutherischen Landeskirche gefördert und ist daher für Teilnehmende kostenlos.

 

Termin: 8. Juli 2017, 9.00 bis 17.00 Uhr

 

Weitere Information und Anmeldung:
Stephansstift ZEB gGmbH, Kirchröder Straße 44, 30625 Hannover, Greta Richter,
Tel. 0511 / 5353-315, g.richter@zeb.stephansstift.de


›Nur ein Stück Tuch‹?! Frauen muslimischen Glaubens im interkulturellen Diskurs

Bad Bederkesa

Muslime gehören zu unserer Gesellschaft. Manche Frauen muslimischen Glaubens tragen ein Kopftuch – andere nicht. Es gilt, mit Frauen in den Dialog zu treten, wenn die Bedeutung des ›Tuchs‹ zum Thema wird. Gibt es theologische Hintergründe und Textstellen im Koran, die das Tragen eines Kopftuches verlangen? Und werden diese Koranaussagen dann automatisch zu einer religiösen Pflicht? Oder drückt sich über das Tragen des Kopftuchs eine kulturelle Verbundenheit und Identität aus, die der einzelnen Frau wichtig ist? Welche Konsequenzen haben Gesetze, die es Frauen verbieten oder zur Auflage machen, ein Kopftuch zu tragen?

 

Zu Gast im Ev. Bildungszentrum Bad Bederkesa ist Hamideh Mohagheghi, wissenschaftliche Mitarbeiterin für Islamische Theologie und Koranwissenschaften an der Universität Paderborn und Juristin. Sie antwortete in einem Interview mit DIE ZEIT: "Ich empfinde große Dankbarkeit, in einem säkularen Staat leben zu können. Man genießt religiöse Freiheit, und keiner kann von oben sagen, wie man richtig zu leben hat. (…) Und wir müssen eine neue Hermeneutik wagen, die eventuell einige klassische Verständnisse vom Koran infrage stellt".


Termin: 2. November 2017, 19.00 - 21.30 Uhr

 

Weitere Information und Anmeldung:
 Ev. Bildungszentrum Bad Bederkesa, Alter Postweg 2, 27624 Geestland,
Tel. 04745 / 94950, E-Mail: info@ev-bildungszentrum.de